Wie Creditreform und Transdev Vertrieb GmbH mich abgezockt haben

Ja, in einer kleinen Sekunde der Angst habe ich mich von den beiden Unternehmen abzocken lassen. Höchstwahrscheinlich hätte ich vor Gericht aber Recht bekommen. Bitte lernt aus dieser Erfahrung von mir, denn aufgrund des Vorgehens kann ich davon ausgehen, dass die weiterhin Leute abzocken.

Aber was war passiert? Hier die Geschichte.

Am 22.08.2023 wollte ich mit meinem Sohn Eisenbahn fahren. Also kaufte ich an diesem Tag um 7:35 Uhr ein Deutschlandticket auf “deutschlandticket.de” (Anmerkung: Kauft da nicht, warum, darauf komme ich gleich noch zurück).

Bestellungseingangs-E-Mail

Ich wartete und hatte irgendwie ein ungutes Gefühl. Da das Ticket nicht direkt verfügbar war und deren System nicht funktionierte, wollte ich das Ticket stornieren. Ich ging also auf die Website und führte die Stornieren-Funktion aus. Diese funktionierte nicht. Also schrieb ich eine E-Mail mit der Stornierung um 7:43 Uhr. Darin enthalten war auch der Entzug des SEPA-Mandats.

E-Mail mit Stornierung und Entzug des SEPA-Mandats

Diese E-Mail wurde vom E-Mail-Server von Transdev auch angenommen.

Serverantwort von Transdev, dass meine Stornierungs-E-Mail angekommen ist

Damit war die Sache für mich erledigt und ich kaufte mein Deutschlandticket direkt bei der Bahn, wo es auch sofort verfügbar war. Trotz Widerruf wurde dann das Deutschlandticket um 10:03 Uhr von Transdev zugestellt.

E-Mail mit Verspäteter Ankunft des Tickets

Da ich ja stornierte, kümmerte ich mich nicht mehr darum. Trotz des Entzugs des SEPA-Mandats hat Transdev dann illegal am 01.09.2023 und am 08.09.2023 je 49 Euro von meinem Konto abgebucht. Ich hatte Transdev immer wieder geschrieben (per E-Mail und Kontaktformular), aber keine vernünftige Antwort erhalten. Also buchte ich das Geld zurück.

Kontoauszug

Dann kamen noch Mahnungen, die ich ignorierte, da ich ja storniert hatte.

Am 13.05.2024, also gut ein halbes Jahr nach dem Desaster, bekam ich eine unhöfliche E-Mail von Creditreform, gezeichnet vom Leiter des Forderungsmanagements, mit der Aufforderung, 164,42 Euro zu bezahlen. Ich werde das PDF hier nicht verlinken, da mich die **** von Creditreform dann sicher versuchen, weg zu klagen. Meine Antwort darauf ist war mit allen notwendigen Belegen.

Die Antwort darauf kam am 28.05.2024 und war ernüchternd.

Aufforderung der Zahlung von 211,82 Euro

Da wir jetzt hier schon bei 211,82 Euro waren und damit nochmal 50 Euro höher als die erste Forderung, war ich leicht eingeschüchtert und überwies den Betrag. Das Problem: Das ist die Masche von solchen Unternehmen wie Creditreform. Die setzen die Leute mit immer höheren, aus der Luft willkürlich gegriffenen Kosten, unter Druck.

Dann schrieb ich auf einer Anwaltsplattform mein Problem und erhielt folgende Antwort:

https://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?novarnish=1&topic_id=423378&rechtcheck=2

Also legte ich Widerspruch bei Creditreform ein. Obwohl ich mehrfach eine E-Mail mit Widerspruch schrieb, wurde sie nicht einmal beantwortet. Ich wollte auch mein Geld zurückhaben, was ich nicht bekam. Ich forderte die Informationen über all meine gespeicherten Daten ein (mehrfach), auch hier kam Creditreform seiner Auskunftspflicht nicht nach.

Für mich ist das nicht nur ein unseriöses Unternehmen, sondern Abzocker, Einschüchter und Diebe. Vor allem, da Creditreform mit anderen unseriösen Unternehmen gemeinsame Sache macht, bereichern die sich so (meiner Meinung nach illegal) an anderen Menschen.

Die Seriösität von Transdev sieht man hier:

Schlechte 1,4 Sterne Bewertung von Transdev

1,4 Sterne sagen eine Menge aus. Bei Creditreform sieht es nicht großartig anders aus:

Schlechte 2,2 Sterne Bewertung von Transdev

Beide Unternehmen bilden den Bodensatz der menschlichen Gesellschaft.

Dieser Artikel spiegelt nur meine private Meinung wider und soll keine Beleidigung der beiden Unternehmen sein. Ich persönlich halte Creditreform sowie Transdev für kriminelle Firmen, die schleunigst geschlossen werden müssen.

Was aber lernen wir daraus? Klagt die ****** weg. Lasst euch das nicht gefallen, wendet euch direkt an einen Anwalt und macht sie fertig.

Achtung: Abmahnung bei Ticket-Versteigerung

Tatsächlich ist es mir passiert: ich wurde zum Schwerverbrecher. Zumindest meinten zwei Anwälte, mit denen ich wegen der nachfolgenden Sache telefonierte, dass das, was ich tat, nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und schon “eine Hausnummer” ist. Was war passiert?

Ich hatte, irgendwann 2021, zwei Tickets für das “die ärzte”-Konzert 2022 in Köln gekauft, eins für meine Frau, eins für mich. Jetzt kam es, wie es kommen musste, ich wurde krank und konnte nicht zum Konzert. Da meine Frau nicht alleine gehen wollte, dachte ich mir, ich versteigere die Tickets flott im Internet, damit jemand anderes dort hin gehen kann. Was mir zu dem Zeitpunkt nicht klar war: das ist nicht erlaubt, denn mit solchen Tickets darf man nicht versuchen, mehr Geld zu bekommen, als sie wert sind. Ich hatte das auch nicht vor, ich wollte sie nur schnell weghaben, aber laut Anwälten steckt mit der Auktion eine Gewinnabsicht dahinter, auch wenn ein Gewinn nicht zustande kommt.

Die Tickets wurden also bei eBay versteigert, der Höchstbieter bot um die 30 Euro (der Kaufpreis der Tickets lag bei über 160 Euro). Ich gratulierte ihm, er zahlte aber trotz mehrmaliger Aufforderung nicht. Ich blieb also auf den Tickets sitzen und da es schon zu spät war, sie weiter zu verkaufen oder zu verschenken (wenn das überhaupt erlaubt ist), ging niemand zum Konzert.

Am 07. November 2022, also ein halbes Jahr nach meiner Tat, bekam ich Post von den Rechtsanwälten Schütz, die mir eine Abmahnung im Auftrag der OPM Merchandising GmbH schickte, um mich nicht nur auf mein Schwerverbrechen aufmerksam zu machen, sondern auch noch eine Unterlassungserklärung haben wollten, dazu noch eine Zahlung von 200 Euro.

Nach dem Telefonat mit zwei Anwälten, die beide meinten, dass das, was ich tat, schon richtig krass ist und ich mich auf die Zahlung der 200 Euro einlassen sollte, unterschrieb ich also die Unterlassungserklärung und zahlte das Geld.

Was kann ich und wir daraus lernen?

  • Lest die AGB durch, immer. Sind sie zu lang, zu kompliziert oder zu unverständlich, sollte man sich den Kauf zwei Mal überlegen
  • Überlegt, mit wem ihr Geschäfte macht (ich mache keine mehr mit der OPM Merchandising GmbH, ich habe meinen Account dort direkt löschen lassen)
  • Man sollte mal nachsehen, ob die Ersteigerung oder der private Kauf von solchen Tickets nicht rechtswidrig ist. Sollte das legal sein: man kann anscheinend eine Menge Geld sparen (ich in meinem Fall bei den Tickets 130 Euro, wenn ich sie privat gekauft hätte (nochmal: sofern das legal ist, was ich nicht weiß – macht euch zuerst schlau, nicht, dass ihr abgemahnt werdet oder euch schlimmeres passiert))
  • Ein Geschäftsmodell, wie RA Schütz es unter anderem betreibt, macht vermutlich mit wenig Aufwand sehr viel Geld

Und was jetzt? Das Ärzte-Konzert, auf das ich nicht gehen konnte, hat mich fast 400 Euro gekostet. Ich werde keins mehr besuchen, das Geld mit 400 Euro für CDs und ähnliches ist leider auch für lange Zeit verplant. Mit der OPM Merchandising GmbH werde ich keine Geschäft mehr machen und mit Empfehlungen für diese Firma natürlich auch zurückhalten. Noch mal als kostenlose Werbung: Rechtsanwälte Schütz aus Karlsruhe, Heidelberg, Düsseldorf und München. RA Schütz brüstet sich auf der eigenen Website damit, dass sie erfolgreich gegen den Schwarzmarkt und Zweitmarktplattformen kämpfen. Wie genau sie das meinen, seht ihr ja hier.

Pippolino in Frechen

Zum Abschluss der Ferien war ich mit den Kindern noch im Indoor-Spielplatz Pippolino in Frechen.

Raumschiff
Raumschiff

Das Pippolino ist nicht sonderlich groß, eher klein und hat nur wenige Attraktionen. Zu den Highlights gehören meiner Meinung nach:

  • Kletterbereich
  • Autoscooter
  • Eisenbahn
Schlangenrutsche
Schlangenrutsche

Weiterhin vorhanden sind ein Flugsimulator, den ich ehrlich gesagt für recht gefährlich für kleine Kinder halte – ich war mit meiner Tochter darauf und bin mit ihr hin- und hergeworfen worden, eine Hüpfburg, ein Kinderkarussell, Tretfahrzeuge und Automaten.

Automaten
Automaten

Die Automaten kosten alle Geld, sind sehr alt und teilweise abgeranzt. Leider kostet der Autoscooter auch Geld (1 Euro pro Fahrt), wobei man pro Kind mit dem Eintritt einen Chip erhält. Die Eisenbahn und das Karussell sind kostenlos. Der Flugsimulator kostet wiederrum einen Chip.

Hüpfburg und Kletterturm
Hüpfburg und Kletterturm

Dadurch, dass der Spielplatz so klein ist, hat man auch alleine einen guten Überblick, was die Kinder gerade machen, was ich sehr gut und entspannt fand. Wir waren in der Woche dort und es waren keine Ferien mehr in NRW, sodass es recht leer war, was ich wiederrum angenehm fand.

Spielplatz für Kinder bis inkl. drei Jahren
Spielplatz für Kinder bis inkl. drei Jahren

Für den Preis, aktuell 10 Euro pro Kind, 5 Euro pro Erwachsener, fand ich, wurde ausreichend geboten. Schade, dass der Autoscooter extra Geld kostet. Die Kinder hatten aber ihren Spaß. Allerdings: Für größere Kinder und Erwachsene gibt es dort meiner Meinung nach nichts.

Nach langer Zeit mal wieder mit der Bahn unterwegs

Hach, Papa-Sohn-Tag. Lange ist es her. Doch es musste mal wieder sein. Ich sagte meinem Sohn, ich hätte eine Überraschung für ihn, sagte aber nicht, worum es ging und erst am Bahnhof angekommen, sagte ich, was wir vorhätten. Und zwar mit der Eisen- und U-Bahn fahren. Jetzt muss man wissen, dass das für ihn ein großes Highlight ist und er völlig aus dem Häusschen war. Also: Ticket kaufen und los geht die wilde Fahrt.

Unser erster Zug
Unser erster Zug

Diese “neue” Bahn haute mich aus den Socken, das wollte ich hier einmal erwähnen. Das Platzangebot war hervorragend und auch die Möglichkeit, einen Tisch herunterzuklappen und beispielsweise ein Notebook darauf zu stellen, fand ich besonders bemerkenswert. Leider habe ich davon kein Foto gemacht. Aber so kann man tatsächlich halbwegs vernünftig in der Bahn arbeiten, obgleich ich natürlich nicht sagen kann, ob den Vordermann das nicht stört, wenn man ein Notebook auf dem Tisch hat und wie wild darauf herumhämmert. Aber ich fand die Bahnfahrt schon echt gut.

Ich denke, das musste mal erwähnt werden.